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NachToothlessLongboard-Deck Bau nach ToothlessInformationDie hier vorgestellte Methode entspricht der Baumethode des Belgiers Ive "Toothless" Vandewalle: Diese Methode wird angewendet um ein Longboard-Deck mit Vorspann herzustellen, d.h. ein Deck, dass im unbelasteten Zustand eine leichte Wölbung nach oben aufweist und bei Belastung (Fahrer drauf) sich in die Gerade biegt. Dieser Vorspann wird erreicht, in dem während des Verklebens Gewichte auf die beiden Bretter gelegt werden. Durch den Kleber verbunden, können sich die Sperrholzbretter nicht mehr gegeneinander verschieben und das Deck behält seine Form. UtensilienDazu notwendig:
Hilfreich
Vorbereitung![]() Erster Schritt sollte zunächst mal der Entwurf der Longboard-Form, der Shape sein. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten die zur Erstellung einer Schablone führen. Ich verwende mehrer aneinander geklebte Din A4 Seiten und zeichne dort an einer gezogenen Linie, die die Boardmitte darstellt, die Hälfte des Shapes. Diese schneide ich aus, und kann sie als Schablone für beide Seiten benutzen, wodurch die beiden Seiten des Decks symmetrisch werden.
Beim Shape-Entwurf sollten sich auch Gedanken über den Sitz der Achsen und Anpassungen der Form an den Einschlagwinkel der Achsen gemacht werden, da schon hier späterer Wheel-Bite verhindert werden kann.
Es sollte auch schon mal berechnet werden was für ein Gewicht zum Beschweren der Bretter benötigt wird. Toothless gibt auf seiner Seite an, dass 1/8 des Körpergewichts in den Bereich, der die Grenze zum ersten Drittels des Decks dartstellt, gelegt werden soll.
Bei meinen 85 kg sind dass ca. 10 kg. Ich habe dem ganzen nicht so ganz getraut und lieber 12 kg genommen,was in einem zu starken Vorspann endete (ca. 3 cm). Normalerweise sind es eher 1-2 cm, je nach Achsabstand und Holzdicke.
Auf einer der Sperrholzplatten wird eine mittige Längslinie gezogen, an der die Schablone angelegt und umfahren wird.
Von der eingezeichneten Form wird nun in einem Abstand von ca. 1-2 cm alle 5 – 10 cm ein Loch für die Spaxen gebohrt.
Diese werden die Spaxen schon mal etwas angezogen, um nach dem Auftragen des Klebers, nicht so eine Hektik beim Verschrauben zu haben.
Die Böcke so unter den Brettern platzieren, dass sie sich an den Stellen befinden, an denen die Achsen hin sollen.
Kleben![]() Ich habe für meinen Bau Epoxydharz benutzt. Hab es mir aus dem Baumarkt besorgt, wo es für die Reparatur von Autos angepriesen wurde. Damit funktioniert es eigentlich ganz gut, allerdings ist die Verarbeitungszeit mit etwa 10-15 Minuten etwas knapp. Über das Internet kommt man da an bessere Produkte ran. Zu Holzklebern wie Ponal ist zu erwähnen, dass diese Methode auch mit ihnen funktioniert, aber das es etwas nachgiebiger als Epoxy ist, sprich der Vorspann etwas in den ersten zwei Tage nachlässt, dann aber stabil bleibt. Das muss beim Verkleben berücksichtigt werden. Bevor mit Epoxy gearbeitet wird sollten Handschuhe und Atemschutz angezogen werden. In ausgehärtetem Zustand ist es nicht giftig, aber davor schon. Bevor die beiden Komponenten (Harz und Härter) zusammengemischt werden sollte alles schon mal zurecht gelegt werden und der anschließende Vorgang vielleicht sogar mal trocken durchgegangen werden. Beim Anrühren des Klebers sollte das vom Hersteller angegebene Mischverhältnis genaustens eingehalten werden. Dazu empfiehlt sich der Einsatz einer Briefwaage (oder Klebstoffwaage). Ich habe für die 120 x 28 cm Bretter ca. 200 ml angerührt, was etwas zu viel war, da beim Pressen einiges vom Kleber aus der Fuge quoll. Beide Komponenten kommen in einen Behälter (Ich verwende traditionell ein Gurkenglas) und gut durchmischen. Dann wird der Kleber auf beide Bretter aufgetragen. Zum Verteilen habe ich einen Pinsel benutzt, der aber anschließend nur noch zum wegwerfen taugte. Besser eignen sich Plastikspachtel. Habe dazu auch schon Stücke von Verpackungen ausgeschnitten. Den Kleber gleichmäßig auf beiden Brettern verteilen. Es sollte ein Film entstehen. Nun werden die beiden Bretter aufeinander gelegt. Die erste Schraube an der Brettspitze wird zunächst festgezogen. Dies verhindert das Verrutschen der beiden Bretter gegeneinander wenn das Gewicht drauf gelegt wird. Nun wird das Gewicht an die entsprechende Stelle gelegt und restlichen Spaxen werden angezogen. Nun muss man 48 Stunden warten, bis das Epoxyd vollständig ausgehärtet ist. Aussägen![]() Gewicht runter. Schrauben raus. Nun sollte mit einer Stichsäge in einem Abstand von ca. 1cm um die eingezeichnete Form ausgesägt werden. Mit einer Feile werden die Kanten abgerundet. Dann werden die Kanten mit 100er Schmirgelpapier vorgeschliffen und wer dann noch Muße hat, mit 240er Papier nachgeschliffen. Fertig ist der Longboard-Rohling. |